30.08.2010
Belgische Lösung weiter gesucht - Di Rupo soll im Auftrag des Königs weitermachen
Brüssel/B. (boß) Eine zähe Angelegenheit ist das Ringen um eine Regierungsbildung in Belgien. Während sich die flämischen Nationalisten ebenso wie die Christdemokraten quer legen, will König Albert, dass Sozialistenchef Di Rupo weitermacht.
Noch ist unklar, wie ein Kompromiss aussehen könnte. Vor allem für die Region Brüssel lässt er sich nur schwierig finden, weil hier Frankophone und Flamen sich durchmischen. Di Rupo muss also weiterhin nach der Quadratur des Kreises suchen. Er hat seine Verhandlungspartner dazu aufgerufen, Verantwortung zu zeigen. Sollte kein ausgeglichener Kompromiss zwischen Flamen und Wallonen gefunden werden, würde das politische Chaos Belgien bedrohen. Gerade im Bereich der Staatsfinanzen müsse das Sparpaket von 25 Milliarden Euro geschnürt werden, um Belgien nicht den Spekulanten auf den Kapitalmärkten auszuliefern. Di Rupo schlägt vor, dass die sieben Parteien neue Vorschläge für die Neugestaltung eines Finanzierungsgesetzes ausarbeiten. |