26.08.2010
Kommunale Netze Eifel nach Technischem Sicherheitsmanagement zertifiziert
Prüm/Bitburg-Prüm (red/boß) Das wertvollste Lebensmittel aller Menschen ist sauberes Wasser. Daher ist es eines der wichtigsten Unternehmensziele der Kommunale Netze Eifel AöR, Kunden und Geschäftspartnern bei der Versorgung ein Höchstmaß an Qualität und Organisationssicherheit zu bieten.
Das Unternehmen hat sich freiwillig einer aufwändigen Prüfung durch die Experten des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfaches (DVGW) unterzogen und aufgrund einer fundierten und effizienten Vorbereitung auf Anhieb die Zertifizierung geschafft. Werner Theis, Verantwortlicher für den Bereich Wasserwirtschaft des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz, Dr. Peter Missal, DVGW-Landesgruppenvorsitzender und Heinz Flick, DVGW-Landesverbandsgeschäftsführer, überreichten jetzt in Prüm die Zertifizierungsurkunden an die KNE-Vorstände Herbert Reinhard und Willi Heck und die verantwortliche technische Führungskraft Rolf Geister. Damit wurde das geprüfte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) für die Versorgungssparte Wasser bestätigt. Durch eine optimierte Aufbau- und Ablauforganisation gewährleistet die KNE die Einhaltung der hohen Anforderungen aus Gesetzen, Verordnungen, technischen Regelwerken und Sicherheitsvorschriften. Dies gilt sowohl bei Arbeiten an eigenen Anlagen und Netzen als auch bei Arbeiten im Rahmen von Dienstleistungen für Dritte. Hauptaufgabe dabei ist, Gefährdungen und Risiken für Personen und Sachwerte zu vermeiden. "Unsere Kunden können sicher sein, dass die KNE bei Qualität, Sicherheit und Service ausgezeichnete Arbeit leistet", betonte Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Dr. Joachim Streit bei der Urkundenübergabe.
KNE Presse
Das Interview mit KNE-Vorstand Herbert Reinhard
Kürzlich wurden im Naturheilzentrum Silvana in Euskirchen Wasserproben bezüglich der Leitfähigkeit (PPM/Mikrosiemens) untersucht. Wasser soll angeblich ab 150 ppm gesundheitlich bedenklich sein.
 Wasseranalyse
Input: Das Prümer Leitungswasser hatte mit 169/338 die besten Werte der getesteten Wasser- und Sprudelproben.
Herbert Reinhard: Nach der Trinkwasserverordnung gehört der Parameter "Leitfähigkeit" zu den Indikatorparametern und es ist ein Grenzwert von 2500 Mikrosiemens/cm bei 20°C angesetzt, der nicht überschritten werden soll. Der Analysewert gibt den Gesamtgehalt an Salzen im Wasser an. Er unterscheidet nicht, um welche Salze (Alkali- und Erdalkaliionen, Chlorid, Sulfat, Hydrogencarbonat, etc.) es sich dabei handelt.
Daneben gibt es in der Trinkwasserverordnung auch noch Grenzwerte für einzelne Salze, z.B. (Sulfat 240 mg/l; Clorid 250 mg/l...)
Wie bereits gesagt, handelt es sich hier um Indikatorparameter. Sie geben in erster Linie einen Hinweis darauf, ob das Wasser korrosiv - also Metall angreifend - wirken kann oder nicht. Demnach sind die Rohrmaterialien der Wasserleitungen auszuwählen.
In zweiter Linie ist der Gehalt an Salzen vielleicht auch gesundheitsrelevant. Aber i.d.R. nur dann, wenn die festgelegten Grenzwerte der Trink- und Mineralwasserverordnung weit überschritten würden.
Der menschliche Körper braucht Salze, zumal bei sommerlichen Temperaturen. Je nach Körpergewicht und Konstellation braucht der Mensch mindestens 3-6g Salz pro Tag. Das erforderliche Maximum liegt bei 16-20g /Tag. Sieht man sich die Messwerte an, so ist es nicht sinnvoll, wegen des Salzgehalts die Wässer zusätzlich zu filtern. Es verursacht absolut unnötige Kosten und umweltfreundlich ist das Ganze auch nicht.
Jedes Trinkwasser kann hinsichtlich des Salzgehaltes bedenkenlos ein Leben lang getrunken werden. |