08.06.2010
Eveline Lemke und Daniel Köbler führen die rheinland-pfälzischen GRÜNEN in den Landtagswahlkampf
Mainz/D. (red) Am Wochenende wählte die Landesdelegiertenversammlung (LDV) von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz die Landesliste für die Landtagswahl am 27. März 2011. Als Spitzenduo wurden die beiden LandesvorstandssprecherInnen Eveline Lemke und Daniel Köbler gewählt.
Lemke kritisierte am Beispiel Nürburgring die Strategie der Landesregierung, durch Großprojekte bei den Wählerinnen und Wählern punkten zu wollen. Daneben will sie die GRÜNE Kompetenz für Umwelt- und Klimafragen im Wahlkampf im Mittelpunkt sehen: „Klimapolitik ist nicht allein der Ausbau Erneuerbarer Energien. Zusätzlich müssen Weichenstellungen gegen unseren 'Öldurst' erfolgen, um Energieeinsparung und - effizienz möglich zu machen. Potentiale gibt es dafür reichlich in einer anderen Mobilitäts- und Wohnungsbaupolitik“. Köbler betonte in seiner Rede die Punkte Bildungsgerechtigkeit, soziale Teilhabe, aktive Armutsbekämpfung und die Stärkung der kommunalen Finanzen: „Wir müssen die Plünderung der Kommunen beenden!“. Mit Blick auf die Landtagswahl forderte er: „Wir GRÜNE müssen deutlich machen, dass wir neben der Umwelt- auch die Gerechtigkeitspartei in Rheinland-Pfalz sind“.
In Einzelwahl wurden auf den weiteren Plätzen gewählt: Platz 3: Anne Spiegel (Rhein-Pfalz-Kreis), Platz 4: Andreas Hartenfels (Kreis Kusel), Platz 5: Jutta Blatzheim-Roegler (Kreis Bernkastel-Wittlich), Platz 6: Nils Wiechmann (Koblenz), Platz 7: Pia Schellhammer Kreis Mainz-Bingen), Platz 8: Dr. Bernhard Braun (Ludwigshafen), Platz 9: Katharina Raue (Kreis Mayen-Koblenz), Platz 10: Ulrich Steinbach (Mainz), Platz 11: Ruth Ratter (Kreis Bad Dürkheim), Platz 12: Rahim Schmidt (Mainz), Platz 13: Stephanie Nabinger (Kreis Trier-Saarburg), Platz 14: Dr. Fred Konrad (Kreis Zweibrücken), Platz 15: Anna Neuhof (Kreis Altenkirchen). Insgesamt wurden 69 KandidatInnen auf die Landesliste gewählt, ab Platz 16 in verbundener Einzelwahl.
DIE GRÜNEN beschlossen am Wochenende zu dem ihren Wahlkamphaushalt in Höhe von 200.000 EUR. Davon sind 15.000 EUR für den Internetwahlkampf eingeplant. Weiterhin fasst die LDV Beschlüsse über ihre Entscheidungsstrukturen im Wahlkampf und inhaltliche Anträge u. a. zu sozialer Gerechtigkeit.
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