10.02.2010
Bahnbrechend: Die regionale Wertschöpfungskette EIFEL Getreide-Mehl-Brot
Prüm/Eifel-D. (red) Die Bäckerbranche befindet sich in einem stetigen Veränderungs- und Konsolidierungsprozess: seit den 1950er Jahren ist die Anzahl der Bäckereibetriebe von ca. 55.000 (im alten Bundesgebiet) auf heute rund 15.300 Betriebe in ganz Deutschland zurückgegangen.
Schwankende Rohstoffpreise, steigende Energiekosten, der Wettbewerbsdruck durch den Einzelhandel und veränderte Verzehrsgewohnheiten verlangen von den Bäckereibetrieben frische Ideen. Es gilt nicht mehr „hungrige Menschen satt“ zu machen, sondern es ist eher das Gegenteil der Fall. Wem es gelingt, seinen Kunden Qualität, Handwerkskunst und Gesundheit zu vermitteln, wird sich langfristig am Markt positionieren können. Dazu braucht es neue Konzepte. Zum Beispiel das der Regionalmarke EIFEL. In einem Umfeld - geprägt durch globalisierte Rohstoffmärkte - entwickelt sich eine große Chance für regionale Produkte. Sie signalisieren den Verbrauchern Nähe, Transparenz, Sicherheit, Qualität. Davon können sowohl die landwirtschaftlichen Betriebe profitieren, als auch heimische Handwerker. Vorausgesetzt, es existiert ein stabiles, praxistaugliches Liefer- und Qualitätssystems vom Getreideanbau bis zum Brötchen in der Theke. Die Regionalmarke EIFEL GmbH hat sich genau diese Idee auf die Fahnen geschrieben und eine regionale Wertschöpfungskette EIFEL Getreide-Mehl-Brot aufgebaut. Zusammen mit starken Partnern, der Raiffeisen-Warenzentrale VTG Nordeifel und der Ellmühle Köln-Deutz, entwickelte die Qualitätsmarke ein schlüssiges Konzept und eine stabile Lieferkette für Eifeler Getreide und Mehl. Alle Betriebe, die an der Kette beteiligt sind, unterziehen sich regelmäßigen Kontrollen auf Einhaltung der Qualitätskriterien.
Bäckereien, die die Vorgaben erfüllen und sich dem Qualitätskonzept anschließen möchten, bietet die Regionalmarke EIFEL zudem ein Marketingkonzept mit der Zugkraft eines starken Logos: gelbes „e“ auf vierfarbigem Grund. Dieses Zeichen gilt eifelweit und in den angrenzenden Ballungsgebieten als Signal für regionale Qualität im Lebensmittelhandwerk, in Gastronomie und Tourismus. Anja und Karl-Heinz Heinen von der Bäckerei Heinen schlossen sich im September als erste dem Qualitätskonzept der Marke EIFEL an. „Wir hatten bereits mit dem Gastgeber-Konzept der Regionalmarke EIFEL Erfolg – doch jetzt starten wir mit dem EIFEL Bäckerei Konzept richtig durch.“ Seit September backen die beiden Qualitäts-Fans mit EIFEL Weizen- und Roggenmehl für ihre 3 Bäckereifilialen im Raum Nettersheim-Marmagen. „Unsere Kunden haben uns zu diesem Schritt gratuliert“, berichtet Anja Heinen stolz. „Das Konzept passt einfach zu uns, wir stehen für unsere Region und jetzt können wir es auch nach außen zeigen.“
EIFEL Bäckereien zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Qualitätskriterien der Regionalmarke EIFEL erfüllen, in der Eifel tätig sind und dass sie praktisch ausschließlich EIFEL Weizen- und Roggenmehl in der Backstube verwenden. Für Kerstin Cornesse und Markus Pfeifer von der Regionalmarke EIFEL GmbH ist die Kooperation mit den Bäckereien ein logischer Schritt für die Verstetigung des Qualitätskonzeptes. „Wir bieten Eifeler Bäckern ein Konzept und ein Markenzeichen, das ihren Kunden signalisiert: hier wird beste Qualität aus der Eifel und für die Eifel hergestellt.“ Die Bäckerei Prümmer mit 7 Filialen rund um Simmerath setzt ebenfalls auf das regionale Qualitätssystem. Harald Prümmer hat damit die Weichen für die Zukunft seiner Bäckerei gestellt und er ist sicher, dass er seine Kunden begeistern wird. „Kaisersemmel kann schließlich jeder – EIFEL Brötchen sind etwas Besonderes!“
Und von jedem verkauften EIFEL Brötchen profitiert die Eifeler Landwirtschaft. In der Praxis sieht das so aus: Landwirte aus der Nordeifel liefern ihr EIFEL Qualitätsgetreide an die RWZ Nordeifel. Von dort geht es über kurze Transportwege nach Köln-Deutz zur Ellmühle. Hier wird EIFEL Mehl in verschiedenen Sorten hergestellt und in die Mehl-Silos der EIFEL Bäckereien geliefert. Und dann werden bestes EIFEL Brot und Backwaren hergestellt. Ein Problem galt es vorab zu lösen: Wie kann eine konstante, hohe Backqualität des Mehl erreicht werden, auch in Jahren schlechter Ernte? Eine praxistaugliche Lösung wurde vereinbart: In der Mühle darf Qualitätsgetreide anderer Regionen dem EIFEL Getreide beigemischt werden. Allerdings muss die Mühle die entsprechende Menge Getreide wieder in der Eifel kaufen. Auf diese Weise wird es möglich, ein Qualitätsmehl zu produzieren, das den Ansprüchen der Bäcker genügt. Gleichzeitig wird die Eifel als Anbauregion für Getreide immer berücksichtigt. Alle Partner der Wertschöpfungskette arbeiten auf diese Weise an der praktischen Umsetzung der regionalen Idee: • Stärkung der Eifeler Landwirtschaft, • Zusammenarbeiten in der Region, • Sicherung von Einkommen und Arbeitsplätzen • und nachvollziehbare regionale und gesunde Lebensmittel für die Verbraucher.
Eine Überzeugung, die auch die Mitarbeiter der beteiligten Bäckereien mittragen und den Kunden an der Theke näher bringen. In Schulung haben sie sich fit gemacht für die Beratung. Und auf die Frage, warum sie EIFEL Bäckerei geworden sind, kommen die Antworten auch prompt: „Wir bieten unseren Kunden Qualität. Wir setzen auf Nähe und Vertrauen. Wir sind EIFEL“!

Geprüfte Qualität - vom Feld über die Bäckerei auf den Frühstückstisch
Mehr Informationen und Beratung: Regionalmarke EIFEL GmbH Markus Pfeifer Kalvarienbergstr. 1 54595 Prüm Tel.: 06551/98109-0 Fax: 06551/98109-10
info@regionalmarke-eifel.de www.regionalmarke-eifel.de
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