20.10.2008
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Untertitelung für alle Fernsehsendungen gefordert

Mainz/D. (red) Fast 160.000 Unterschriften haben der Deutsche Gehörlosenbund und die Deutsche Gesellschaft der Gehörgeschädigten an Ministerpräsident Kurt Beck übergeben. Mit der Unterschriftensammlung unterstreichen die beiden Interessenverbände ihre Forderung

nach einer Untertitelung aller Sendungen im Fernsehen. Diese Forderung ergebe sich aus dem Recht auf Barrierefreiheit, um gehörlosen und hörgeschädigten Menschen einen umfassenden Zugang zum Fernsehangebot zu ermöglichen, so die Verbände.
Die öffentlich-rechtlichen Sender arbeiten derzeit im Sinne des Anliegens der Gehörlosenverbände bereits mit Nachdruck an der Verbesserung und Erweiterung ihrer bisherigen Angebote. Um dies abzusichern und zu bekräftigen, ist im Entwurf des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages festgelegt, dass die Rundfunkveranstalter über ihr bereits bestehendes Engagement hinaus im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten barrierefreie Angebote vermehrt aufnehmen sollen. So ist beispielsweise der Anteil des ZDF-Programms mit Untertiteln in den Jahren 2004 bis 2006 von 18 auf 23 Prozent gestiegen.
Überreicht hatten die Unterschriftensammlung der Präsident des Deutschen Gehörlosenbundes, Alexander von Meyenn, und weitere Vertreter der Gehörlosenverbände.