28.02.2012
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Nürburgring wird "beklagt" - Räumungs- und Pächterklagen angelaufen


Nürburgring/Mainz/Düsseldorf-D. (boß) Obwohl sich eine Prozesspartei - vertreten durch Ministerpräsident Kurt Beck - als "Vermittler und Brückenbauer" angeboten hat, scheint ein langwieriges Klageverfahren um den Nürburgring nicht mehr zu umgehen zu sein.

Nachdem die Landesregierung durch die überwiegend landeseigene Nürburgring GmbH den privaten Pächtern Jörg Lindner und Kai Richter aus Düsseldorf gekündigt hatte und die Räumung der Gebäude für Mittwoch erwirken wollte, haben die Pächter Gegenklage beim Landgericht Koblenz erhoben. Das hat ein Sprecher gegenüber dem SWR bestätigt. Außerdem hätten Lindner und Richter Schadensersatz im zweistelligen Millionenbereich gefordert. Die Pächter haben einen neuen Investor für den Freizeit- und Businesspark am Nürburgring angekündigt, der während der Laufzeit des umstrittenen Vertrages kräftig investieren wolle.
Im Laufe der Nürburgring-Affäre gab es seit 2007 viele Rücktritte - an der Spitze Finanzminister Ingolf Deubel und Ringmanager Walter Kafitz - sowie zahlreiche Untersuchungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen Untreue und versuchter Untreue.